Bounce Rate – was ist das eigentlich?

Die Übersetzung des Wortes „bounce“ gibt schon einen ersten Aufschluss zum gesuchten Begriff: „Springen“ oder „abprallen“ treffen es wohl am besten. Mit der Bounce-Rate ist die Absprungrate gemeint, es handelt sich um einen Begriff aus Gebiet der Web Analytics. Für ReachLocal, einen der führenden Marketing Dienstleister, dient diese Kennziffer zur Auswertung der Effizienz der eingeschlagenen Strategie und damit als Instrument zur Nachjustierung.
Die verschiedenen Analyse-Tools halten die Anzahl der Besucher auf einer Webseite und vor allem die Verweildauer akribisch fest. Ruft ein Nutzer die Seite nur einmal und das nur für eine Zeit zwischen fünf und zehn Sekunden auf, spricht man von einem Bounce-Besuch: drauf schauen, weg klicken. Für den Webseiten-Betreiber heißt das, Aufbau, Inhalt und Präsentation waren offensichtlich nicht interessant genug, um den Besucher für eine längere Zeitdauer zu faszinieren und auf der Seite zu halten – und das eröffnet dringenden Handlungsbedarf.

Die Bounce-Rate

Vereinzelte Bounce-Besuche können jedoch mit einem Fehler bei der Sucheingabe oder einer schnellen Orientierung zum Inhalt erklärt werden: Der Nutzer erkennt, dass das kein passender Anbieter ist, dessen Internet-Auftritt er gerade frequentiert, und zieht sich schnell zurück. Es kommt also auf das Verhältnis aller Seitenaufrufe zur Anzahl der Bounce-Besuche an, will ein Spezialist wichtige Erkenntnisse für die Optimierung der Seite gewinnen. Dabei sind allerdings weitere Interaktionen, wie beispielsweise Event-Hits bei Google Analytics, einzubeziehen, denn diese wirken sich auf die Bounce-Rate aus.

Die Benchmark

Um eine Bounce-Rate richtig einschätzen zu können, werden gerne sogenannte Benchmarks, also Richtwerte, herangezogen: Zum Beispiel wird eine Bounce-Rate von 50 Prozent als Grenze gesetzt, ab der die Optimierung der Seite in Betracht gezogen werden sollte. Allerdings empfiehlt sich auch hier eine Differenzierung: Haben Webseiten beispielsweise einen hohen Informationsgehalt, dürfte die Bounce-Rate auch relativ hoch ausfallen. Diese Seiten werden bevorzugt über die Suchmaschinen frequentiert, es erfolgt also zunächst eine Orientierung. Ebenso hoch ist die Bounce-Rate erfahrungsgemäß bei Google-AdWords-Seiten, die ja in erster Linie neue Besucher anlocken sollen. Im Gegenzug verzeichnen bekannte Marken, die mit einer Direkteingabe aufgesucht werden, relativ lange Verweildauern und damit niedrige Bounce-Raten: Diese Besucher vertiefen sich in die Inhalte der Webseite und rufen dazu die Unterseiten auf.

Die Optimierung

Unter Einbeziehung all dieser Faktoren und der zusätzlichen Analyse des Traffics in Bezug auf die Quellen kann ReachLocal zum einen die Webpräsenz insgesamt und zum anderen die Effizienz von Marketingmaßnahmen überprüfen. Die Rückschlüsse erlauben dann ein Nachjustieren, um beispielsweise mit neuen Keywords oder Kombinationen daraus einen größeren Erfolg zu erzielen. Hier spielen die profunden Erfahrungen des Marketing Dienstleisters ReachLocal die entscheidenden Rollen: Ob Landingpages, AdWords-Kampagnen oder der Internetauftritt insgesamt – die optimale Kombination aus den verschiedenen Instrumenten des Online-Marketings macht unter dem Strich den entscheidenden Unterschied aus.

Viviana Plasil

Viviana ist für das gesamte Spektrum der Kommunikation und des Marketing in Europa verantwortlich. Hier schreibt sie gern über allgemeine Themen im Marketing oder künftige Trends in der Kommunikation. Wichtig ist es ihr dabei immer, die Perspektive der kleinen und mittelständische Unternehmen im Blick zu haben. Persönlich reist sie gern und hat ein Faible für alles Mediterrane.

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